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Wundversorgung

Moderne Wundversorgung

Übersicht

Moderne Wundversorgung

Lange glaubte man, dass eine Wunde am besten heilt, wenn sie an der Luft trocknet und Schorf bildet. Ein Irrtum, wie Untersuchungen zeigen. Neuste wissenschaftliche Erkenntnisse beweisen: optimal für die Heilung ist ein "ideal feuchtes" Wundmilieu.
Moderne Wundverbände aus hochwertigem Folienmaterial zeichnen sich dadurch aus, dass sie die sogenannte "feuchte Wundbehandlung" fördern. Für Sie als Patient bedeutet dies eine schnellere Wundheilung.

Die heilenden Effekte

Die heilenden Effekte

Folienverbände halten die Wunde ideal feucht, lassen aber überschüssige Feuchtigkeit  (z.B. wenn sie schwitzen) nach Aussen abdampfen. Dadurch wird ein Aufweichen der Haut minimiert. Folienverbände sind wasser- und bakteriendicht. Sie ermöglichen es Ihnen mit dem Verband zu Duschen und beugen einem Eindringen von Keimen von Aussen vor. So kann das Risiko einer Wundinfektion für Sie verringert werden.

Moderne Wundverbände helfen bei der Versorgung akuter und chronischer Wunden.

Akutwunden

Akutwunden entstehen durch Verletzungen – und sei es nur ein Riss in der Haut. Meist heilen solche Wunden gut ab. Immer aber sollten sie mit einem Verband versorgt werden. Dieser schützt die Wunde vor Schmutz, beschleunigt die Heilung und reduziert die Gefahr von unschönen Narben.
In Ihrer Apotheke berät man Sie gern, welcher Wundverband für kleinere Akutwunden, wie Schnitte, Blasen, Hautabschürfungen, Verbrühungen oder kleinflächige Verbrennungen geeignet ist.

Hier finden Sie den richtigen Verband für jede akute Wunde.

 

Blasen

 

Verbrennungen und Verbrühungen


 

Wundnähte

 

Narben

Chronische Wunden

Was ist eine chronische Wunde?

Eine chronische Wunde ist eine Wunde, die trotz einer lokalen Behandlung nicht in einem vorgegebenen Zeitrahmen (Experten sprechen hier von einem Zeitraum von 4-12 Wochen) abheilt. Die Ursachen hierfür können vielfältig sein. Sie können durch die Folge einer Verletzung entstehen, werden aber häufig durch vorhandene Grunderkrankungen, wie Gefässerkrankungen oder Diabetes,  verlängert. In diesen Fällen sollte immer ein Arzt konsultiert werden.

Beispiele hierfür sind das „Offene Bein“, dem eine Erkrankung der Beinvenen vorausgeht. Auch der Diabetische Fuss, der als Spätfolge der Zuckerkrankheit auftreten kann, zählt zu den chronischen Wunden. Keine Erkrankung im eigentlichen Sinne ist der Dekubitus, oder im Volksmund auch als "Durchliege-" oder "Druckschwür“ bekannt, der zu schlecht heilenden Wunden führen kann.

 

Druckgeschwür (Dekubitus)

 

 

Der Dekubitus ensteht i.d.R. durch Immobilität des Patienten. Durch länger andauernde Druckeinwirkung an einer Körperstelle und der daraus resultierenden lokalen Mangeldurchblutung (Ischämie) sterben Hautzellen und tieferliegendes Gewebe ab. Ebenso kann Reibung durch "Runterrutsschen im Bett" zu Ablösung von verschiedenen Hautschichten führen und ebenso einen Dekubitus verursachen. Zu den Risikogruppen zählen Patienten mit Querschnittlähmungen, Apoplex, bewusstlose Patienten,  ältere und/oder multimorbide Patienten. Besonders gefährdet sind jene Hautpartien, die ohne grosse „Abpolsterung“ durch eigenes Muskel- oder Fettgewebe direkt einem Knochen aufliegen wie z.B. der Hinterkopf, Schulter/Schulterblätter, Ellenbogen, Kreuzbein, Steissbein, Trochanter, Fersen, Knöchel. Am häufigsten sind in der Rückenlage das Kreuzbein und die Fersen betroffen, in der Seitenlage die Hüfte und der Knöchel.

Sicher vermeiden lassen sich Dekubiti nur im Vorstadium. Wenn die Stadien I und II erreicht sind, ist dies nur noch mit sofortiger Druckentlastung möglich. Entsprechend dem Motto: „Vorbeugen ist besser als heilen“ sollte bei allen immobilen und/oder älteren Patienten das Risiko einer Dekubitusentstehung abgeschätzt und - wenn erforderlich- vorbeugende Massnahmen eingeleitet werden. Vorbeugend unterstützen kann z.B: ein Folienverband (z.B. OPSITE Flexifix mit besonders reibungsarmer Oberfläche) an der gefährdeten Stelle, der die Reibung auf der Haut minimiert. Ist ein Dekuitus entstanden, so kann mit einer feuchten Wundheilung behandlet werden. Um die Wundflüssigkeit aufzunehmen und die Wunde vor Keimen von Aussen zu schützen, können bakteriendichte Schaumverbänden (wie z.B. ALLEVYN) verwendet werden. Diese erhalten zudem ein ideal-feuchtes Wundmilieu, das zu einer schnelleren Heilung beiträgt.

 

Diabetisches Fusssyndrom

 

 

 

Das Diabetische Fusssyndrom entsteht durch Spätfolgen der Zuckerkrankheit, die sich an den Füssen durch die Entstehung ganz spezifischer Wunden manifestiert.

Zu den typischen diabetischen Folgeschäden gehört u.a. die Polyneuropathie (Erkrankung der peripheren/körperfernen Nervenfasern). Dies bewirkt bei Patienten, dass diese keinerlei Schmerz und Temperatur mehr empfinden können. So können bereits durch kleine Druckstellen z.B. im Schuhwerk, schlecht heilende Wunden entstehen oder man kann sich beim ganz normalen Fussbad Verbrühungen zu ziehen, weil keinerlei Temperaturempfinden mehr vorhanden ist.

Ebenso kann die motorische Muskulatur betroffen sein, dies bedeutet, dass die Muskeln sich zurückbilden und es zu Fehlstellungen des Fusses kommt. Darüber hinaus kommt bei vielen älteren Diabetikern noch die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK = arterielle Durchblutungsstörungen) hinzu. Dies alles führt dazu, dass sich hier sehr schnell Wunden entwickeln, die nur sehr schwer zu handhaben sind. Hier ist es besonders wichtig, eine berufsgruppenübergreifende Zusammenarbeit in der Behandlung zu erfahren. Dazu gehören der Internist, der Chirurg, die medizinische Fusspflege und der orthopädische Schuhmachermeister. Entstandene Wunden können mit bakteriendichten Schaumverbänden (wie z.B. ALLEVYN) behandelt werden. Diese erhalten ein ideal-feuchtes Wundmilieu, das zu einer schnelleren Heilung beiträgt. Zudem können sie die Wundflüssigkeit aufnehmen und die Wunde vor Keimen von Aussen schützen.

 

Unterschenkelgeschwür (Offenes Bein, Ulcus cruris)

 

Mediziner bezeichnen das offene Bein als „Ulcus cruris“ oder auch Unterschenkelgeschwür. Das offene Bein ist ein Defekt der Haut, meist in der Knöchelregion, der nur langsam abheilt und sehr schmerzhaft sein kann.
Das Ulcus cruris venosum resultiert aus einer Schwächung des Venensystems, der so genannten Chronisch Venösen Insuffizienz (CVI), und ist die Folge von einen gestörten venösen Rückfluss bedingten Ernährungsstörungen der Haut. Die venösen Ulzera machen mit über 70% den prozentual grössten Teil aller Beingeschwüre aus.

Die Ursachen für eine chronisch venöse Insuffizienz sind Erkrankungen, die zu Veränderungen im Wandaufbau der Venen führen sowie zu einer Schwäche der Venenklappen. Hierdurch kann das Blut nur eingeschränkt Richtung Herz zurückfliessen.

Die Behandlung des Ulcus cruris venosum beinhaltet nicht nur eine lokale Wundtherapie z.B. mit Schaumverbänden (wie ALLEVYN), sondern insbesondere auch die Beseitigung des venösen Blutstaus, d.h. es sollte eine operativer Eingriff durchgeführt werden, im Anschluss eine lokale Wundtherapie nach dem TIME-Behandlungskonzept und eine Kompressionstherapie (z.B. mit PROFORE)