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Die Schulter

Das gesunde Schultergelenk

Die gesunde Schulter – unser beweglichstes Gelenk

Die Schulter ist das Gelenk mit dem größten Bewegungsumfang. Da es sich mechanisch um ein Kugelgelenk handelt, sind Bewegungen in allen drei Ebenen und Achsen möglich. Der Preis für diese gute Beweglichkeit ist, dass es sich um ein sehr empfindliches und anfälliges Gelenk handelt.

Das Schultergelenk besteht aus dem kugeligen Oberarmknochenkopf (Humeruskopf) und dem Schulterblatt mit der oval geformten Gelenkpfanne (Glenoid). Die Pfanne umschließt den Oberarmknochenkopf nicht vollständig. Die Kontaktfläche zwischen diesen beiden Gelenkpartnern wird durch die dünne, faserknorpelige Pfannenlippe (Labrum glenoidale) vergrößert, die an der Gelenkfläche befestigt ist. Die Gelenkflächen bestehen aus einer knorpeligen Gleitschicht. Das gesamte Gelenk ist von einer Gelenkkapsel umschlossen. Die Innenschicht dieser Kapsel produziert die Gelenkflüssigkeit, die sogenannte Gelenkschmiere. Diese Flüssigkeit ernährt die Knorpelschicht und sorgt für ein reibungsloses und schmerzfreies Gleiten. Die Rotatorenmanschette ist eine Muskelgruppe, die sich wie eine Manschette um den Oberarmkopf legt und diesen in der Gelenkpfanne hält. Diese Muskulatur ist damit nicht nur für die Drehung und die Hebung des Arms verantwortlich, sondern stellt die stabile Führung des Gelenks sicher. Die Gelenkkapsel und Bänder sowie die sogenannte Pfannenlippe sichern und unterstützen zusätzlich die Stabilität des Gelenks.

Die Erkrankungen

Die arthrotische Schulter – Ursachen und Symptome

Gelenkbeschwerden zählen zu den großen Volkskrankheiten. Man schätzt, dass allein in Deutschland ca. sechs Millionen Menschen Probleme mit ihren Gelenken haben. Bei 20–40% der 60-Jährigen finden sich in Röntgenuntersuchungen Zeichen für eine Arthrose. Rund ein Drittel der Betroffenen klagt über Schmerzen. Schulterarthrose, in der Fachsprache Omarthrose genannt, ist eine dieser Gelenkerkrankungen. Arthrose bezeichnet den allmählichen Verschleiß der Gelenkoberflächen, d.h.die Knorpelschicht, die das Gelenk schützen soll, wird zerstört und kann nicht mehr als Stoßdämpfer wirken.

Die Knochen reiben im Gelenk direkt aufeinander, sie nutzen sich ab und verformen sich sogar. Die Folgen sind starke Schmerzen, zunächst bei besonderen Belastungen, wie z.B. beim Heben schwerer Lasten oder beim Liegen auf dem Schultergelenk. Je weiter die Erkrankung fortschreitet, desto früher treten die Schmerzen auf, schließlich sogar im Ruhezustand. Im Endstadium leiden die Patienten meist unter andauernden starken Schmerzen. Bewegungseinschränkungen machen sich besonders bei täglichen Verrichtungen wie Ankleiden und Frisieren bemerkbar. Auch Heben, Tragen und Arbeiten über Kopf sind schmerzhaft eingeschränkt. Die Schmerzen führen in der Regel zu einer eingeschränkten Bewegung und Aktivität der betroffenen Schulter.

Welche Ursachen die Arthrose hat, ist in den meisten Fällen nicht bekannt. Es gibt eine ganze Reihe von Faktoren und Erkrankungen, die bekanntermaßen die Entwicklung einer Arthrose begünstigen. Das Alter und die generelle Abnutzung der Gelenke im Laufe des Lebens zählen zu den Hauptursachen.Unser Knochengerüst kann mit der steigenden Lebenserwartung nicht mithalten und verschleißt vorzeitig. Das Arthroserisiko wächst also mit zunehmendem Alter. Aber auch durch in Fehlstellung verheilte Brüche, durch Systemerkrankungen, z.B. rheumatoide Polyarthritis, oder durch Durchblutungsstörungen des Oberarmkopfes kann es an der Schulter zum Verlust des schützenden Gelenkknorpels und zu einer erheblichen Deformierung des Schultergelenkes kommen.

Erkrankung der Rotatorenmanschette

Häufig tritt der knöcherne Gelenkverschleiß gepaart mit einem Defekt der Rotatorenmanschette auf. Der Verschleiß dieser umgebenden Weichteile ist wesentlich häufiger als die Arthrose des Schultergelenks. Die Rotatorenmanschette fängt einen Großteil der Belastungen des Schultergelenks ab und ist deshalb sehr anfällig für Verletzungen.

Innerhalb der Muskelgruppe ist häufig der Supraspinatus-Muskel betroffen, der unter dem Schulterdach hin durch zum Oberarmkopf verläuft. Wenn die Rotatorenmanschette defekt ist oder sogar reißt, wirkt das Schulterdach als obere Begrenzung wie eine Gelenkpfanne. Der Oberarmkopf stößt bei Bewegung an das Schulterdach an. Die Folge ist eine schmerzhafte Einschränkung bei Bewegung und im Ruhezustand.