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Das Knie

Das gesunde Kniegelenk

Das gesunde Knie – unser größtes Gelenk

Das menschliche Knie muss einiges aushalten. Es ist das größte Gelenk unseres Körpers und an fast jeder Körperbewegung beteiligt. Ständig ist es Druck-, Zug- und Beschleunigungs- kräften ausgesetzt. Bei alltäglichen Aktivitäten, wie z.B. dem Treppensteigen, lastet das Vierfache unseres Körpergewichts auf diesem Gelenk. Bei einer tiefen Kniebeuge ist es bereits das 7,5fache. Das Kniegelenk verbindet den Oberschenkelknochen mit dem Schienbeinknochen. 

 

Die sich zugewandten Enden der beiden Knochen sind mit einer dicken, glatten Knorpelschicht bedeckt. Dazwischen liegen zwei kleine halbmondförmige Faserknorpelscheiben, der Innen- und Außenmeniskus. Sie passen sich jeder Bewegung an und dienen als Stoßdämpfer. Zum Schutz gegen ein Ausrenken wird das Knie von starken Bändern, den Kreuz- und Seitenbändern, gehalten. Eine Gelenkkapsel umschließt das Kniegelenk, auch sie hält das Knie stabil. Die Innenhaut der Gelenkkapsel produziert eine zähe Flüssigkeit, die auch als „Gelenkschmiere“ bezeichnet wird. Sie ernährt den Gelenkknorpel und hält ihn elastisch. So ist für eine reibungslose und schmerzfreie Bewegung gesorgt.

Das kranke Knie

Ursachen und Symptome

Gelenkbeschwerden zählen zu den großen Volkskrankheiten. Bei 20–40%der 60-Jährigen finden sich in Röntgenuntersuchungen Zeichen für eine Arthrose. Rund ein Drittel der Betroffenen klagt über Schmerzen. Kniearthrose,in der Fachsprache „Gonarthrose“ genannt, ist eine der häufigsten Gelenkerkrankungen. Arthrose bezeichnet den allmählichen Verschleiß der Gelenkoberflächen, d.h.die Knorpelschicht, die das Gelenk schützen soll, wird zerstört und kann nicht mehr als Stoßdämpfer wirken. Die Knochen reiben im Gelenk direkt aufeinander, sie nutzen sich ab und verformen sich sogar. Die Folgen sind starke Schmerzen, zunächst bei besonderen Belastungen, wie z.B. nach einem längeren Spaziergang. Je weiter die Erkrankung fortschreitet, desto früher treten die Schmerzen auf, schließlich sogar im Ruhezustand. Im Endstadium leiden die Patienten meist unter andauernden starken Schmerzen.

Welche Ursachen die Arthrose hat, ist in den meisten Fällen nicht bekannt. Es gibt eine ganze Reihe von Faktoren und Erkrankungen, die bekanntermaßen die Entwicklung einer Arthrose begünstigen.Das Alter und die generelle Abnutzung der Gelenke im Laufe der Lebensjahre zählen zu den Hauptursachen. Unser Knochengerüst kann mit der steigenden Lebenserwartung nicht mithalten und verschleißt vorzeitig. Das Arthroserisiko wächst mit zunehmendem Alter. Aber auch Fehl- und Überbelastungen zählen zu den Risikofaktoren: Dazugehören die X- oder O-Beinstellung, Bewegungsmangel oder Übergewicht, das die Gelenke über Gebühr belastet. Gelenkentzündungen, verursacht durch rheumatische oder Stoffwechselerkrankungen, gehören zu den verstärkenden Faktoren.Unfälle und Verletzungen können ein anderer Grund für den degenerativen Gelenkverschleiß sein. Schon kleinere, schräg einwirkende Kräfte oder schnelle, überraschende Drehbewegungen können zu Knieverletzungen führen. Deshalb sind Sportunfälle beim Skilaufen, Inlineskaten, Tennis und Fußball typische Gefahren für das Kniegelenk, die Bänder und Menisken. Aber auch der gelenkschützende Knorpel kann Schaden nehmen, entweder durch den Unfall selbst, als Spätfolge anderer Verletzungen oder durch Über- bzw. Fehlbelastung des Knies.

Diagnose Verfahren

Röntgenbild

Die krankhaften Veränderungen am Kniegelenk lassen sich in der Regel mit einem Röntgenbild darstellen. Die Röntgenstrahlung schwärzt den Röntgenfilm. Dabei ergeben sich durch die unterschiedliche Strahlenabsorption im Gewebe natürliche Kontraste. Weiches Gewebe wie Muskeln, Sehnen und Fettgewebe absorbiert wenig Strahlung und ist deshalb nicht zu sehen. Knochengewebe absorbiert dagegen viel Strahlung und hinterlässt weiße Schatten auf dem Röntgenbild. Bei Arthrose ist der zerstörte Knorpel zwar nicht sichtbar, der Arzt erkennt jedoch an der Breite des Gelenkspaltes den Knorpelverlust. Die sichtbaren Knochenstrukturen, ihre Verformungen und Wucherungen lassen ebenfalls auf das Arthrose-Stadium schließen.

Computertomografie (CT)

Bei der CT werden Röntgenstrahlen von mehreren Detektoren aufgezeichnet. Der Vergleich der gemessenen und ausgesendeten Strahlen gibt Informationen über das untersuchte Gewebe. Der Computer erstellt aus diesen Informationen Schnittbilder. Die Gewebe werden in verschiedenen Graustufen abgebildet, so dass man sie voneinander unterscheiden kann. Die CT bildet Knochenschädigungen deutlich ab und zeigt auch Weichteile wie Muskel- und Knorpelgewebe.

Magnetresonanztomografie (MRT)

Die MRT (oder Kernspintomografie) kommt ohne Röntgenstrahlen aus und setzt stattdessen Magnetfelder ein. Der Mensch besteht aus zahllosen biologischen Magneten. Die MRT kann messen, wann wo welche Energie im Körper abgegeben wird und rechnet dies in Schnittbilder um. Strukturen im Gelenkinneren wie Knorpel und Bänder zeigt die MRT sehr gut.

Knie Anatomie - Video

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