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TRIGEN™ SURESHOT™

Distal Targeting System

Übersicht

TRIGEN SURESHOT revolutioniert die distale Verriegelung von Marknagelosteosynthesen

Die neue magnetfeldgeführte SURESHOT Technologie bietet eine hohe Sicherheit und Kontrolle bei der distalen Verriegelung. Der Marknagel kann nicht nur strahlenfrei verriegelt werden und entlastet damit OP-Team und Patienten. Zudem gewährleistet das System eine hohe Präzision, eine Verkürzung der OP-Zeit und eine einfache Anwendung auch in Extremsituationen. Seit dem Frühjahr 2010 ist SURESHOT für die Smith & Nephew TRIGEN Nagelsysteme verfügbar.

Marknagelosteosynthesen werden konventionell mit Freihandtechnik distal verriegelt und befinden sich damit immer im Spannungsfeld zwischen Strahlenbelastung und Präzision bei der Schraubenplatzierung. Neben der hohen Strahlenbelastung - die Literatur ergibt eine Exposition zwischen 15 Sek. und 2,7 Min. alleine für die distale Verriegelung[1] - spielen Gesamt-OP-Dauer und Sterilität eine Rolle: Die Positionierung und das Umschwenken des Bildwandlers sowie die Durchleuchtung selbst verlängern den Eingriff deutlich und beeinträchtigen die Sterilität. Gerade bei der Verriegelung der a/p Schrauben am distalen Unterschenkel kann die Extensionslagerung die Durchleuchtung stören. Zudem sind Fehlbohrungen, abgebrochene Bohrer, Fehlplatzierung von Schrauben oder die Rest-Rotation des distalen Fragmentes problematisch.

Strahlungsfreie Verriegelungstechnologie

Mit dem magnetfeldgeführten TRIGEN SURESHOT System kann das nun anders werden. Eine Empfängersonde wird in den TRIGEN Marknagel eingeführt. An der Bohrhülse befindet sich ein Sender, der ein elektromagnetisches Feld erzeugt, um die räumliche Position des distalen Verriegelungslochs am Marknagel zu bestimmen. Das SURESHOT System berechnet Position und Achsausrichtung des Bohrers zum Loch. Ein Interface verbindet Sender und Empfänger miteinander. Seine Touchscreen-Oberfläche lenkt durch die Benutzerschritte, der Monitor zeigt in 3-D die axiale Ausrichtung des Bohrers in Echtzeit.

Überzeugende erste Ergebnisse beim Einsatz von SURESHOT

Die ersten klinischen Ergebnisse sind vielversprechend: Eine kürzlich veröffentlichte Studie zeigt, dass SURESHOT einen hohen Grad an Präzision gewährleistet und die Strahlenexposition sowie die OP-Dauer deutlich verringert. Bei Tibiafrakturen konnten durchschnittlich 36 Sek. fluoroskopischer Durchleuchtung (entspricht 0,785 Rad), bei Femurfrakturen durchschnittlich 49 Sek. (2,362 Rad) eingespart werden. Für den Operateur und sein Team entspricht dies bei nur einer Marknagelosteosynthese pro Woche einer eingesparten Strahlenexposition von 6 Stunden über den Zeitraum von 10 Jahren.[2]

In derselben Studie konnte mit SURESHOT an der Tibia eine sehr hohe Trefferquote von 100 Prozent und am Femur von 96 Prozent gleich beim ersten Bohrversuch erreicht werden. Die Dauer der distalen Verriegelung an der Tibia reduzierte sich um 48 Prozent und am Femur um 32 Prozent.

Die Vorteile von SURESHOT liegen somit in dem strahlungsfreien, schnelleren und sicheren Verfahren. Zudem ist die komplikationslose Benutzerführung auch für weniger erfahrene Operateure geeignet und kann in unfallchirurgischen Extremsituationen eine wertvolle Unterstützung sein. Für den Patienten bringt SURESHOT eine kürzere Narkotisierung und ein geringeres Infektionsrisiko mit sich.

Die neue Technologie steht seit dem Frühjahr 2010 für die TRIGEN Nagelsysteme zur Verfügung. Zukünftig wird SURESHOT für alle Smith & Nephew Nagelsysteme verfügbar sein.

 

TRIGEN Hüftnagel Broschüre (engl.) hier herunterladen

 

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[1] Barry, Thomas P.: Radiation Exposure to an Orthopedic Surgeon. In: Clinical Orthopaedics and Related Research, 1984, Vol. 182, S. 160 - 164.
Miller, M.E. et al.: Radiation exposure and associated risks to operating-room personnel during use of fluoroscopic guidance for selected orthopaedic surgical procedures. In: The Journal of Bone and Joint Surgery 1983, Vol. 65, S. 1-4.
Riley, Scott A.: Radiation Exposure From Fluoroscopy During Orthopedic Surgical Procedures. In: Clinical Orthopaedics and Related Research, 1989, Vol. 248, S. 257 - 260.
Levin, P. E. et al.: Radiation exposure to the surgeon during closed interlocking intramedullary nailing. In: The Journal of Bone and Joint Surgery, 1989, Vol. 69, S. 761 - 766.
Sanders R. et al.: Exposure of the orthopaedic surgeon to radiation. In: The Journal of Bone and Joint Surgery 1993, Vol. 75, S. 326 - 330.
[2] Tornetta P. et al.: Distal locking using an electromagnetic field guided computer based real time system. Posterpräsentation beim Annual Meeting of the Orthopaedic Trauma Association; Oktober 8-10, 2009; San Diego, USA. Ergebnisse basieren auf einer single Kadaver Studie mit 24 Tibia- und 24 Femurprozeduren.