Global

‡ In these countries please contact our distributor

HI™

Zementfreies Schraubpfannen System

Übersicht

HI zementfreies Schraubpfannensystem - Ein erfolgreiches Konzept seit 1988.1,3,5

Seit der Erstimplantation im Mai 1988 wird die HI-Pfanne mit unveränderter Aussengeometrie und Material implantiert. Charakteristisch für die HI-Pfanne sind das eingängige Flachgewinde und die knochensparende parabole Form, was zu exzellenten Eindreheigenschaften und zu einer hohen Primärstabilität führt.1,2,5-7 Dem Operateur stehen wahlweise Keramik-, REXPOL™- und Polyethylen-Einsätze mit direkter Verankerung in der Titanschale zur Verfügung.

Das Flachgewinde der HI-Pfanne

Die HI-Pfanne ist mit einem Flachgewinde versehen, wobei die Gewindezähne ihre Breite beibehalten und die Zahnflächen parallel zueinander verlaufen, somit hat sie die Eigenschaft, selbstfräsend zu sein. Beim Flachgewinde kommt es beim Eindrehen zu keiner Verbreiterung, sondern nur zu einer Vertiefung der Gewindegänge, was zu keiner Verklemmung des Gewindes führt.4,6 Das Flachgewinde fräst in den Knochen und nimmt die Knochenspäne aus dem Lager (wenig Flankenkräfte)4. Im Weiteren ermöglicht diese spezielle Gewindeform die selbstzentrierende und formschlüssige Implantation der Pfanne auch in einem weitgehend sklerosierten Pfannenlager ohne Verklemmung des Gewindes.1,5,7 Der letzte Gewindegang ist durchgehend und verhindert somit beim Eindrehen das Einklemmen von Weichteilen.

Innengeometrie

Um eine genaue Positionierung der Pfanne bezüglich Implantationstiefe vorzunehmen, ist die HI-Pfanne am Pfannenpol kreisförmig durchbrochen. Bei einer zu großen Distanz zwischen Implantat und knöchernem Pfannenboden, z.B. bei Protrusionspfannen, kann dieser Spalt mit Spongiosa aufgefüllt werden. Nach endgültigem Sitz der Pfanne wird die Öffnung mit einem Titan-Deckel verschlossen.

Am Äquator weist die HI-Pfanne vier Aussparungen auf, welche zur Aufnahme des Eindrehinstrumentes und zur Rotationssicherung der PE-Einsätze dienen.

Einsätze

Die standard Einsätze sitzen bündig zum Pfannenrand. Zudem können mit nur zwei Einsatzgrößen sämtliche HI-Pfannen ausgestattet werden, was ein Vorteil bezüglich Lagerhaltung darstellt.

Gleitpaarungen

Das HI-Pfannen-System umfasst Einsätze für die Keramik-Keramik-Paarung BIOLOX® delta, sowie Standard und Dysplasieeinsätze, welche in REXPOL (XL-PE) und konventionellem Polyethylene zur Verfügung stehen. Zusätzlich stehen PE- Retentionseinsätze zur Verfügung, mit welchen eine erhöhte Luxationsstabilität erzielt werden kann.7-9 Sämtliche Einsätze können direkt in der Schale verankert werden.

Material und Oberfläche

Die HI-Pfanne ist aus Reintitan nach ISO 5832-2 hergestellt. Die korundgestrahlte Oberfläche hat eine Rauigkeit von 4–8 μm. 


BIOLOX® delta is a registered trademarks from CeramTec GmbH, Germany, CE0123.


Referenzen

  1. Metzner C, Strassl R, Neumann DRP, Hitzl W, Ramsauer T, Dorn U. Long-Term Results of the Cementless Hofer-lmhof Threaded Titanium Cup.  ZOrthop Unfall 2009; 147: 166-174.
  2. Effenberger H, Imhof M, Witzel U, Kaelin P, Reiger W. Modifications of Shape, Material and Modularity of Threaded Cups. Biomed Technik 47 (2002), 169-175.
  3. Effenberger H, Ramsauer T, Böhm G, Hilzensauer G, Dorn U, Lintner F. Successful hip arthroplasty using cementless implants in rheumatoid titanium arthritis. Arch Orthop trauma Surg. 2002 Mar; 122(2):80–7.
  4. Effenberger H, Imhopf M, Witzel U. Gewindedesign von Schraubpfannen. Z Orthop, 2001; 139, S.428-434.
  5. Effenberger H, Weber M, Dorn U, Hofer H. Röntgenkriterien und radiologische Ergebnisse der Hofer-Imhof (HI)-Schraubpfanne bei Erstimplantation. Z. Orthop. 135 (1997), 434–443.
  6. Effenberger E, Imhof M, Witzel U. Criteria for Success with Threaded Cups. Acta Chirurgiae ORthopaedicae, 2003, p.285-291.
  7. Bader R, Steinhauser E, Scholz R, Simnacher M, Mittelmeier W. Experimentelle Analyse von neutralen, asymmetrischen und Schnapp-Pfannen für die Hüftendoprothetik. Zeitschrift für Orthopädie 2004; 142:1–9.
  8. Padgett DE, Warashina H. The Unstable Total Hip Replacement. Clin Orthop, Number 420, March 2004.
  9. Yun AG, Padgett D, Pellicci P, Dorr LD. Constrained Acetabular Liners, Case Report. The Journal of Arthroplasty Vol. 20 No. 4 2005.